Finnische Lutherische Kirche

Finnische kirchliche Arbeit in Deutschland

Tervetuloa! Willkommen!

„Sauna“, „auto“, „posti“ – Finnisch ist gar nicht so schwer. Zumindest wird es ausgesprochen wie geschrieben. Gelegenheiten, Finnisch zu sprechen, sind in Deutschland zahlreich, denn gut 15.000 Finninnen und Finnen leben hier.

Gerade im Ausland spielt die Muttersprache eine große Rolle. Deshalb bieten 17 finnische Gemeinden von Berlin bis Köln und von München bis Kiel zweisprachige Gottesdienste und die Möglichkeit, bei einem gemeinsamen Hobby andere Finninnen und Finnen zu treffen. Sprachbarrieren gibt es dort nicht, sondern deutsche Familienangehörige, Finnlandfreunde und Gäste können ohne Probleme am finnischen Gemeindeleben teilhaben. Die Finninnen und Finnen sind in der Regel auch Mitglieder ihrer deutschen Ortsgemeinde.

Fünf finnische Pfarrerinnen und Pfarrer betreuen die Gemeinden in fünf Regionen. Die zweisprachige Zeitschrift „Rengas“ erscheint sechs Mal im Jahr. Zusammen mit den Internetseiten ermöglicht sie den Kontakt auch zu denen, die keine finnische Gemeinde vor der Haustür haben. Untereinander sind die Finninnen und Finnen durch einen ehrenamtlichen Besuchsdienst vernetzt, damit niemand in schwierigen Lebenssituationen allein bleiben muss.

Die Jugendgruppen haben sich in der Gemeinschaft finnisch-deutscher Jugendlicher (GfdJ) zusammengeschlossen. In Verbindung mit den Gemeinden vermitteln 24 finnische Sprachschulen insgesamt ca. 700 Kindern und Jugendlichen finnische Sprache und Kultur. Darüber hinaus sind die jährlich in Finnland stattfindenden deutsch-finnischen Konfirmandenfreizeiten ein wichtiger Baustein für die Identität der zweiten, meistens in Deutschland geborenen Generation.

Das Zentrum der finnischen kirchlichen Arbeit e.V. (ZfkA) koordiniert die Arbeit der Gemeinden, führt den Haushalt und vertritt die Gemeinden nach außen. Das ZfkA hält Kontakt zur Evangelischen Kirche in Deutschland, zu deren Gliedkirchen und zur Heimatkirche in Finnland. Die finnische kirchliche Arbeit basiert auf einer Vereinbarung zwischen der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands und der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Näkemiin! Auf Wiedersehen
... in einer finnischen Gemeinde.
... oder im Internet unter www.deutsch.rengas.de

 

Finnische Gemeinde in Berlin

Die finnische Gemeinde in Berlin ist ein Verein, der 1971 gegründet wurde. Mit ca. 800 Mitgliedern ist sie eine der größten finnischen Gemeinden in Deutschland. Ihre Arbeit wird von einem Kirchenrat in enger Zusammenarbeit mit dem Pfarrer / der Pfarrerin für Ost- und Mittel-Deutschland geleitet. Der Pfarrer / die Pfarrerin ist bei der EKBO zur Betreuung der finnischsprachigen Gemeindeglieder angestellt.

Einmal im Monat trifft sich die Gemeinde zum finnisch-deutschen Gottesdienst in der Passionskirche (Berlin-Kreuzberg), die von der deutschen Partnergemeinde dafür zur Verfügung gestellt wird. Andere Veranstaltungen finden in der Regel im Finnland-Zentrum in unmittelbarer Nähe zur Passionskirche statt.

Weitere Informationen und Veranstaltungskalender: http://www.deutsch.rengas.de/berlin

 

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Finnlands

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Finnlands (ELKF) ist eine von zwei Volkskirchen in Finnland. Ihr gehören zirka 71% der Bevölkerung an (3,9 Mio. Menschen). Die zweitgrößte Kirche, die Orthodoxe Kirche in Finnland, hat 57.900 Mitglieder, welches ca. 1% der Bevölkerung entspricht.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Finnland besteht aus 400 Gemeinden, die neun Bistümer bilden. Der Erzbischof mit Dienstsitz in Turku ist der höchstrangige Vertreter der Kirche (seit 2018: Tapio Luoma). Das nicht territorial organisierte Bistum Porvoo betreut alle schwedisch sprachigen Christinnen und Christen (ca. 300.000). Auch die Deutsche Gemeinde untersteht dem Bischof von Porvoo. Das Bistum Helsinki hatte mit Irja Askola von 2010-2017 die erste Bischöfin Finnlands.

Die Kirche genießt in der Bevölkerung hohes Ansehen. Der Konfirmandenunterricht ist Teil der finnischen Jugendkultur, was sich dadurch zeigt, dass von allen Jugendlichen 85 % konfirmiert werden. Vor allem in ländlichen Gebieten stellen die Kirchengemeinden ein wichtiges soziales Netzwerk dar. Seit dem 19. Jahrhundert sind in verschiedenen Teilen Finnlands fünf pietistisch geprägte Erweckungsbewegungen entstanden, die innerhalb der evangelisch-lutherischen Kirche wirken. Ihre Sommerfeste bringen jährlich bis zu 80.000 Menschen zusammen.

Die ELKF ist Mitglied im Lutherischen Weltbund (LWB), im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und der Porvoo-Kirchengemeinschaft.

Vertrag zwischen der Evangelisch -Lutherischen Kirche Finnlands und der Evangelischen Kirche in Deutschland: https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/vertrag_2002_EKD_ELKF_deutsch.pdf

Kommuniqué der Konsultation zwischen der Evangelisch-Lutherischen Kirche Finnlands (ELKF) und der EKD, Berlin 2014: https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/kommunique_finnland_ekd_2014.pdf

www.evl.fi Website der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Finnland (EVL), auf Englisch: https://evl.fi/our-work/international-dimension

www.deutschegemeinde.fi Website der Deutschen Gemeinde in Finnland.

 

 

 

 

Finnische lutherische Gemeinde Berlin

Finnische lutherische Gemeinde Berlin
Pfarrerin Päivi Lukkari
 

FINNLAND ZENTRUM e.V.
Schleiermacherstr. 24a, 10961 Berlin
Tel.: (030) 78 18 189
Fax:  (030) 895 665 34

E-Mail: info(at)finnlandzentrum.de
Internet: 
www.rengas.de/berlin
www.finnlandzentrum.de

Gottesdienst einmal im Monat:
Passionskirche
Marheineckeplatz, 10961 Berlin-Kreuzberg

www.finnlandzentrum.de