Freie evangelische Gemeinden

Zur Geschichte

Ihre kirchengeschichtlichen und theologischen Wurzeln haben die Freien evangelischen Gemeinden in der Rechtfertigungslehre der Reformation, im Gemeindeverständnis der Täuferbewegung, in Verfassung und Gemeindeaufbau des frühen englischen Kongregationalismus, in den Gemeinschaftsformen und dem Frömmigkeitsstil des Pietismus und in der Evangelisation und Ethik der Erweckungsbewegungen des 19. Jahrhunderts.

Die Entstehung der Freien evangelischen Gemeinden geht auf das Jahr 1854 zurück. 1874 schlossen sich 22 Gemeinden zum „Bund Freier evangelischer Gemeinden“ zusammen. Nach 1989 vereinigten sich die beiden selbständig gewordenen deutschen Gemeindebünde wieder zu einem Bund.

 

Worin unterscheiden sich die Freien evangelischen Gemeinden von anderen evangelischen Gemeinden?

Die Möglichkeit von Taufe und Gemeindezugehörigkeit eröffnet sich Menschen, die sich auf Gottes Ruf hin in eigener Entscheidung zu Christus bekennen (deshalb werden keine kleinen Kinder getauft). In den Freien evangelischen Gemeinden sollen alle Gemeindeglieder mitarbeiten und mitbestimmen; zwischen “Geistlichen” und “Laien” wird deshalb nicht unterschieden. Die Beschaffung der nötigen Geldmittel erfolgt durch freiwillige Spenden und Beiträge.

Die Freien evangelischen Gemeinden versuchen, nach dem Vorbild der frühen Christenheit Gemeinden von Glaubenden zu bilden.

Sie bejahen die Trennung zwischen Staat und Kirche und suchen ihre diakonische und soziale Verantwortung in diakonischen Werken und sozialen Projekten sowie in gesellschaftspolitischen Aufgaben wahrzunehmen. Sie sehen sich als Teil der weltweiten Kirche Jesu Christi.

Berlin und Land Brandenburg

Die Freien evangelischen Gemeinden in Berlin und Umgebung entstanden zumeist um die Jahrhundertwende. Zu ihnen gehören heute 13 Gemeinden mit etwa 474 Mitgliedern.

Seit 1989 versuchen sie verstärkt, ihren missionarischen Auftrag in einer Gesellschaft auszufüllen, in der Christen in der Minderheit sind. Der zentrale Gottesdienst am Sonntagmorgen mit Eltern-Kind-Betreuung und gleichzeitigem Kindergottesdienst sowie die Hauskreise in den Bezirken bilden immer mehr die wichtigsten Brennpunkte des Gemeindelebens.

 

Freie evangelische Gemeinden in Berlin und Brandenburg
Stephanstr. 44, 10559 Berlin
Tel.: 395 17 78
Fax: 39 73 15 63

E-Mail:    berlin-moabit(at)feg.de 
Internet: berlin-brandenburg.feg.de

Gottesdienst z.B.:
Stephanstr. 44, 10559 Berlin
sonntags 10.00 Uhr

(Weitere Gottesdienste in Adlershof, Baumschulenweg, Friedrichshain, Tempelhof sowie Falkensee, Zossen und Potsdam)