Römisch-Katholische Kirche

Zur Geschichte

Das Bistum Berlin wurde 1930 errichtet. Es liegt auf dem Gebiet der ehemaligen Bistümer Brandenburg, Havelberg, Kammin und Lebus (das viergeteilte Wappen erinnert an diese Bistümer). Heute umfasst das Bistum, das 1994 zum Erzbistum erhoben wurde, Berlin, weite Teile Brandenburgs und Vorpommern. Mittelpunkt ist die 1773 geweihte St. Hedwigs-Kathedrale in Berlin-Mitte, die Bischofskirche des Erzbischofs von Berlin.

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Struktur

Mit 31.200 Quadratkilometern ist Berlin das drittgrößte Bistum in Deutschland und von starken Gegensätzen geprägt: groß sind die Unterschiede zwischen Ost- und West-Berlin, zwischen der Seelsorge in Berlin und Potsdam und der pastoralen Arbeit in den dünn besiedelten Gebieten Brandenburgs und Vorpommerns. Stellen die Katholiken in Berlin etwa 10% der Bevölkerung, ist ihr Anteil auf dem Land noch geringer.

Die Einheit des Bistums hatte auch Bestand während der Teilung Berlins in der DDR-Zeit. Die Folgen der unterschiedlichen Entwicklung in Ost und West sind im Erzbistum Berlin nach wie vor zu spüren. In 19 Dekanaten mit 107 Gemeinden leben etwa 380.000 Katholiken, davon 307.000 in Berlin, 60.000 in Brandenburg und 12.000 in Vorpommern.

 

Seelsorge

In den Pfarrgemeinden vor Ort wird in der sonn- und werktäglichen Eucharistie das Wort Gottes verkündigt und gehört, Tod und Auferstehung Jesu Christi gefeiert, der Glaube an den dreieinen Gott bezeugt. In vielfältigen Gruppen, Bewegungen und Verbänden bemüht man sich um Vertiefung, Weitergabe und Bezeugung des Glaubens. Gleichzeitig gibt es lokale und regionale Angebote für bestimmte Zielgruppen. Neuestes Beispiel ist die Jugendkirche St. Michael in Berlin-Kreuzberg. Spiritualität, Erwachsenenbildung sowie Engagement für Kranke, Ausgegrenzte und Notleidende ist ein Arbeitsschwerpunkt für zahlreiche Frauen und Männer verschiedener Ordensgemeinschaften. Ein großer Bereich der Pastoral liegt in der Seelsorge an Katholiken mit Migrationshintergrund: Etwa 70.000 ausländische Katholiken finden sich in 16 Ausländergemeinden und Seelsorgestätten zusammen.

 

Caritas und Bildungswesen

Die Caritas unterhält ein umfangreiches Netz von verschiedensten caritativen und beratenden Einrichtungen, darunter Krankenhäuser, Sozialstationen, Seniorenheime, Kindertagesstätten und Beratungsstellen.

Neben selbstverständlich gelebter Ökumene vor Ort entstehen zunehmend Einrichtungen in ökumenischer Zusammenarbeit.

Im Bildungsbereich bietet die Berliner Kirche eine große Bandbreite verschiedenster Einrichtungen für die Aus-, Fort- und Weiterbildung. Zu erwähnen ist dabei besonders das katholische Schulsystem, zu dem 22 Schulen im ganzen Erzbistum gehören.

 

Dialog und Ökumene

Neben zahlreichen Bildungseinrichtungen und -veranstaltungen ist die Katholische Akademie in Berlin-Mitte ein privilegierter Ort für den Dialog. Hier geschieht Dialog innerhalb der katholischen Kirche, ökumenischer und interreligiöser Dialog sowie mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft.

Durch die vielen positiven Erfahrungen und Impulse des Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin ist das Netz ökumenischer Kontakte dichter, die Zusammenarbeit vor Ort und in der Region intensiver geworden.

Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) unterhält die Römisch-Katholische Kirche weltweit theologische Dialogkommissionen mit den konfessionellen Weltbünden und arbeitet in nationalen und internationalen ökumenischen Organisationen mit. Koordiniert und vorangetrieben wird dies in besonderer Weise durch den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen.

Das Bistum Berlin gehört dem Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg seit seiner Gründung an. Es war zunächst im Beobachter- bzw. Beraterstatus und ist seit 1990 Vollmitglied.

 

Römisch-Katholische Kirche
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Bischofskirche:
St. Hedwigs-Kathedrale
Bebelplatz, 10117 Berlin
sonntags 8.00, 10.00, 12.00, 18.00 Uhr
www.hedwigs-kathedrale.de