Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche

Zur Geschichte

Als König Friedrich Wilhelm III. anlässlich der Reformationsjubiläen 1817 und 1830 in Preußen die Union zwischen lutherischer und reformierter Kirche durchsetzte, wollten die Gegner dieser Union nicht eine neue Kirche gründen, sondern nur den Fortbestand der lutherischen Kirche, vor allem des lutherischen Abendmahls-Bekenntnisses, sichern.

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Nach heftigen Verfolgungen wurden sie 1845 als „Evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche in Preußen“ anerkannt. In Berlin entstand die erste selbständige lutherische Gemeinde 1835.

Die verschiedenen freien lutherischen Kirchen in Deutschland vereinigten sich 1972 zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), der sich 1991 auch die altlutherische Kirche in der früheren DDR anschloss.

 

Lehre und Leben

Im Zentrum von Lehre und Leben der SELK steht der Gottesdienst: In der Predigt wird die Botschaft von der Rechtfertigung allein aus Gnaden, allein um Christi willen, allein durch den Glauben klar verkündigt. In der Beichte wird die Vergebung der Sünden vollmächtig zugesprochen. Im Heiligen Abendmahl empfangen die Gemeindeglieder kraft der wirkmächtigen Worte Christi im Brot und Wein den wahren Leib und das wahre Blut des Herrn.

Aus seelsorgerlicher Verantwortung lässt die SELK nur solche Christen zu ihren Altären zu, die ihr Bekenntnis teilen.

Das Bekenntnis zur leibhaftigen Gegenwart des Herrn im Sakrament prägt den sonntäglichen Hauptgottesdienst, der nach der Ordnung der Lutherischen Messe gefeiert wird, auch in seiner äußerlichen Form: Üblich sind farbige liturgische Gewänder, die gesungene Liturgie und das Knien der Gemeinde.

 

Berlin und Land Brandenburg

Der Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der SELK umfasst z.Z. etwa 4.000 Gemeindeglieder in 16 Gemeinden. Davon befinden sich acht Gemeinden mit etwa 2700 Gemeindegliedern in Berlin, sechs Gemeinden in Brandenburg und zwei in Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem befinden sich drei Gemeinden des Kirchenbezirks Lausitz mit etwa 500 Gemeindegliedern in Brandenburg.

Eine neue wichtige Aufgabe ist ihnen mit dem Zuzug deutschstämmiger Aussiedler aus dem Bereich der früheren Sowjetunion zugewachsen. Für die Koordination ihrer Betreuung wurde ein eigenes Aussiedlerpfarramt geschaffen.

Die St.Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf ist Trägerin eines Kindergartens und eines Freizeitheims. In Guben trägt die SELK ein Krankenhaus, das „Naemi-Wilke-Stift“.

 

Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche
Probstei des Sprengels Ost
Carl-von-Ossietzky-Str. 31, 02826 Görlitz

Tel.: (03581) 41 28 61
Fax: (03581) 41 76 33

 

E-Mail:   goerlitz(at)selk.de
Internet: www.lutherisch.de   oder:  www.lutherische-kirche-goerlitz.de

 

Gottesdienst z.B.:
Evangelisch-lutherische St. Mariengemeinde
Riemeisterstr. 10-12, 14169 Berlin
sonntags 10.00 Uhr