Partner

Der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg arbeitet mit unterschiedlichen Gremien und Netzwerken eng zusammen:

Internationaler Konvent

Unter dem Dach des ÖRBB begannen sich mit Beginn der achtziger Jahre die fremdsprachigen christlichen Gemeinden Berlins (West) zu sammeln. 1997 vereinigten sich die rund 80 Gemeinden zum „Internationalen Konvent Christlicher Gemeinden in Berlin und Brandenburg e. V.“ Sein Vertreter ist stimmberechtigtes Mitglied im ÖRBB. Der Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen und der Neujahrsempfang sind eine gemeinsame Veranstaltung von ÖRBB und Konvent. Ein besonderer Höhepunkt seines ökumenischen Wirkens ist das von ihm jährlich veranstaltete Fest der Völker.

Ökumenische Arbeitsgemeinschaft der Freikirchen

Vertreter der Freikirchen gehören zu den Mitinitiatoren der ökumenischen Bewegung in Berlin. Die ÖAF ist eine eigene Arbeitsgemeinschaft mit eigener Satzung und steht dabei dem ÖRBB sehr nahe.

Die ÖAF dient zum einen der Verständigung und dem Austausch der Freikirchen untereinander. Sie versteht sich auch als Brücke des ÖRBB zu Gemeinden, Kirchen und Gemeinschaften hin, die nicht selbst im ÖRBB vertreten sind.

RACIBB

Der Rat Afrikanischer Christen in Berlin und Brandenburg (RACIBB) stellt eine christliche Plattform dar, die sich umfassend mit den gegenwärtigen Existenzfragen der Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland bzw. in Berlin und Brandenburg auseinandersetzt und ebenso ihre Zukunft in Deutschland und ihre Verantwortung für ihre neue Heimat im Auge hat.

Una Sancta

Die „UNA SANCTA“ in Berlin ist eine ökumenische Gruppe der ersten Stunde. 1928 gründete der röm.-kath. Priester Max Josef Metzger diese Gemeinschaft. Ihr aus dem großen Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel entnommener Name drückt die starke Sehnsucht getrennter Christen nach Wiedervereinigung im Glauben aus: Ich glaube an den Heiligen Geist, die eine, heilige (unam sanctam), allumfassende (catholicam) und apostolische (et apostolicam) Kirche.

Die Gemeinschaft lebt, arbeitet und betet in dem deutlichen Bewusstsein, dass keine der christlichen Kirchen allein katholisch, d. h. allumfassend im vollen Sinn sein kann. Keine der Einzelkirchen allein ist alles. Zur Verwirklichung der einen, allumfassenden Kirche in dieser Welt bedarf es der sichtbaren Gemeinschaft der orthodoxen, anglikanischen, katholischen und evangelischen Kirchen.

Gemeinsam für Berlin

Gemeinsam für Berlin ist ein ökumenisches Netzwerk im Großraum Berlin, das Einzelne, Initiativen, Gemeinden und Kirchen zum Dienst an den Menschen unserer Stadt verbindet und ermutigt. Ein Vertreter aus dem Vorstand von Gemeinsam für Berlin e.V. ist als Gast in der Ratsleitung des ÖRBB. 

Link: www.gfberlin.de

Das Berlin-Brandenburgische Weltgebetstagsteam

Der Weltgebetstag (WGT) ist eine weltweite Bewegung christlicher Frauen aus vielen Konfessionen, die alle Menschen einladen, einen gemeinsamen Gebetstag zu feiern. Es ist eine der ältesten und größten ökumenischen Basisbewegungen, die Frauen aus verschiedenen Erdteilen, Kulturen und Traditionen zusammenbringt. Jedes Jahr bereiten Frauen aus einem anderen Land die Liturgie vor, die dann am ersten Freitag im März rund um den Erdball gefeiert wird.

Unter dem Motto: „Informiert beten – Betend handeln“ setzt sich die Bewegung auch über die Feier des Gottesdienstes hinaus für die Anliegen von Frauen in den jeweiligen Ländern ein. So fördert das Deutsche Weltgebetstagskomitee mit den Kollektengeldern gezielt Projekte, die die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen zum Ziel haben, deren Unabhängigkeit und Eigenständigkeit fördern und zur Geschlechtergerechtigkeit beitragen.

In der Vorbereitung informieren Frauen sich intensiv über die Geschichte, Geographie, Politik und Wirtschaft sowie besonders die Situation der Frauen in dem jeweiligen Weltgebetstagsland. Außerdem setzen sie sich in den Bibelarbeiten mit den Texten der Gottesdienste auseinander und entdecken so die Spiritualität von Frauen aus anderen Lebenskontexten.

Das Berlin-Brandenburgische Weltgebetstagsteam besteht zurzeit aus Frauen der evangelischen, römisch-katholischen, baptistischen, mennonitischen und der alt-katholischen Kirche, die ehrenamtlich arbeiten. Zur Vorbereitung des Weltgebetstages organisieren und verantworten sie ein Wochenende und zwei ganztägige Informationsveranstaltungen mit Workshops für Multiplikatorinnen aus den Kirchenkreisen und Gemeinden. Eine Mitarbeiterin der Frauenarbeit des Amtes für kirchliche Dienste in der EKBO unterstützt und koordiniert die Arbeit.

Die Vorbereitung auf den nächsten WGT beginnt für das Team bereits im Sommer mit der Teilnahme an einer der vier deutschlandweiten Werkstatttagungen. Dort ist die ökumenische Vielfalt noch größer, denn es sind auch Christinnen aus anderen Ländern, vor allem aus Osteuropa beteiligt. Aus dem Berliner Team nehmen an diesen Tagungen ca. 10-12 Frauen teil. Diese Multiplikatorinnen bieten ihre Erfahrungen dann in Kirchenkreisen in Berlin, Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz an. Darüber hinaus sind die Frauen des Teams auch in der ökumenischen Arbeit an der Basis in ihren Gemeinden engagiert. Sie erreichen somit mehrere hundert Teilnehmer_innen.

Seit November2014 ist das Weltgebetstagsteam mit zwei Vertreterinnen Mitglied in der Ratsleitung des ÖRBB. Das Team freut sich über weitere Mitarbeit von Frauen aus den Mitgliedskirchen des ÖRBB!

Aktuelles

Weltgebetstag 2020 aus Simbabwe „ Steh auf und geh!“

Simbabwe ist ein Land mit bewegter Geschichte. Viele Kämpfe musste das Volk überstehen, um zu leben. Das Großreich Simbabwe war bekannt für Elfenbein, Gold, Kupfer und Diamanten. Zudem war es sehr fruchtbar. Doch genau diese Schätze führten dazu, dass das Land britische Kolonie wurde. Der ausdauernde Kampf der Simbabwer und Simbabwerinnen führte 1980 zur Unabhängigkeit. Der Präsident Robert Mugabe führte das Land autoritär und wurde erst 2018 abgesetzt. Seit dem Jahr 2000 leidet die Bevölkerung unter einer Wirtschaftskrise. Auch der Klimawandel hinterlässt seine Spuren in dem Land im südlichen Afrika: Durch den Tropensturm „Idai“ starben rund 300 Menschen in Simbabwe, Tausende haben alles verloren, Straßen und Gebäude in der betroffenen Region sind komplett zerstört.

Christinnen aus Simbabwe haben den Gottesdienst zum Weltgebetstag, der weltweit am 6. März 2020 gefeiert wird, verfasst. Die zentrale Bibelstelle ist die „Heilung des Kranken am Teich von Bethesda“ (Johannes 5, 2 – 9 a). Darin befähigt Jesus einen Menschen gesund zu werden, indem er etwas tut für die Veränderung, die Gott ihm anbietet. Die Aufforderung „Steh auf und geh!“ gilt Allen. Die Frauen des Weltgebetstags-Komitees in Simbabwe sehen darin den Auftrag, die Perspektive zu wechseln, persönliche und gesellschaftliche Veränderung als Chance zu begreifen und neue Wege zu gehen. Und das in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs, wirtschaftlichen Niedergangs und Perspektivlosigkeit. Damit auch wir fähig werden etwas für  notwendige Veränderungen  zu tun, rufen die Frauen aus Simbabwe uns zu: „Steh auf, nimm deine Matte und geh!“

Infos unter www.weltgebetstag.de  
Kontakt zum ökumenischen Team: e.kirchner-goetze@akd-ekbo.de