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Begegnung mit Kirchen aus der Ukraine. 25.06.2026

  • 6. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Bildnachweis: Hajo Ditz


Geschwisterlichkeit, die trägt – Begegnung mit Kirchen aus der Ukraine


von Pastor Dietmar Päschel, stellv. Vorsitzender des ÖRBB


Wie erleben Kirchen den Krieg in der Ukraine? Welche Bedeutung hat der Glaube in einer Situation, in der ein ganzes Land um seine Zukunft ringt? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Begegnung des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg (ÖRBB) mit Vertretern des Allukrainischen Rates der Kirchen und Religionsgemeinschaften im Juni 2026.

 

Der vor 30 Jahren gegründete Allukrainische Rat verbindet die großen Kirchen, darunter die Siebenten-Tags-Adventisten in der Ukraine, sowie jüdische und muslimische Dachverbände. Alle Gemeinschaften sind im Rat unabhängig von ihrer Größe gleichberechtigt. Diese ökumenische Breite zeigte sich auch in der Delegation, die nach Berlin gekommen war: Zu ihr zählten die Kirchenleiter der Orthodoxen Kirche der Ukraine, der römisch-katholischen Kirche, der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche der Ukraine, der reformierten Kirche in Transkarpatien, der Ukrainischen Pfingstkirche sowie der Ukrainischen griechisch-katholischen Kirche. Für die Berliner Kirchen nahmen Bischof Emmanuel von Christoupolis (griechisch-orthodox), Pastor Dietmar Päschel (Siebenten-Tags-Adventisten), Erzpriester Oleh Kovalenko (ukrainisch orthodox) sowie ÖRBB-Geschäftsführer Hans-Joachim Ditz an der Begegnung teil.

 

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die Situation der Kirchen im russischen Angriffskrieg. Die ukrainischen Vertreter beschrieben die enorme Belastung für Gesellschaft und Kirchen und zugleich ihre Hoffnung auf einen gerechten Frieden. Frieden bedeute für sie nicht nur das Ende der Gewalt, sondern auch die Bewahrung von Freiheit, Menschenwürde und Selbstbestimmung.

Auch die friedensethischen Diskussionen in europäischen Kirchen kamen zur Sprache. Während in Deutschland intensiv über die Grenzen und Möglichkeiten militärischer Gewalt nachgedacht wird, erleben die ukrainischen Kirchen diese Frage aus der Perspektive eines angegriffenen Landes. Die Seelsorge an Menschen, die unter dem Krieg leiden, verbindet sie über die konfessionellen Grenzen hinweg.

 

Eine geschwisterliche Ökumene zeigt sich nicht nur in einer gemeinsamen Glaubensgrundlage, sondern auch darin, einander zuzuhören und in schwierigen Zeiten solidarisch zusammenzustehen. Die Begegnung mit den ukrainischen Geschwistern war ein eindrückliches Zeichen dafür, dass diese Verbundenheit über Grenzen hinweg trägt.

 
 
 

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